Das angeblich unsinkbare Atom-U-Boot Dateline und Tangaroa, der Katamaran
einheimischer Umweltschützer, sind in den Gewässern Hawaiis in der Nähe des
Marianengrabens verschwunden. Ein Seebeben begleitet von einem Magnetsturm hatte
den bekannten seismischen Krisenherd getroffen. Nur ein einzelnes Wrackteil vom
Mast der Tangaroa wird gefunden. Dem Seebeben folgen unerklärliche
Naturphänomene, die sich mit dem uns bekannten wissenschaftlichen Weltbild nicht
vereinbaren lassen.
Zum Ärger der Einheimischen tummeln sich plötzlich mehr Geschäftemacher und Agenten als je zuvor in der Gegend. Es fällt schwer, den Überblick zu behalten, wer gerade wen warum bespitzelt. Joshua Hopkins will dringend einen blauen Stein mit holographischen Fähigkeiten besitzen, die rothaarige Cherry Jones weiß verdächtig viel über Ethnologie und ist ebenso verdächtig gut trainiert, Dennis Newman scheint durch ein Ereignis im Zusammenhang mit Wasser traumatisiert zu sein und hat eine größere Erinnerungslücke. Die US-Navy, die ein größeres Areal an strategisch wichtiger Stelle kontrolliert, und der japanisch-stämmige Hotelbesitzer Moto sehen ihre Interessen durch die rätselhaften Ereignisse bedroht. Über die Position der lokalen Aktivisten für einen nuklearfreien Pazifik erfährt man wenig. Am Ende scheint Dennis der einzige zu sein, der etwas Neues erfährt und seine Sichtweise ändern kann. Der Autor entwickelt ein spannendes Szenario zwischen realer und virtueller Welt, zwischen den Werten einer bedrohten uralten Kultur und denen moderner Industrienationen. Er mäandert von Hinweisen auf Sheldrakes "morphische Felder" zu "Schrödingers Katze". Der Perspektiv-Wechsel zwischen den zahlreichen Protagonisten des Buches gelingt nicht immer. Die Erklärungen der beobachteten Naturphänomene und des Tierverhaltens als "Monster-dies" und "Monster-das" sind mir zu simpel und zu klischeehaft. Fazit
Nach dem Tsunami in Südostasien hat sich unsere Sicht auf Prozesse unter der
Meeresoberfläche neu justiert, darum uneingeschränkt empfohlen.
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