Das besondere an "Katzenspuren" des Berliner Theologen Detlef Bluhm
sind nicht all die lustigen Anekdoten und erstaunlichen Geschichten um das
eigensinnige Tier oder die teilweise sehr netten Fotos von Isolde Ohlbaum,
sondern die interessante Zusammenstellung der Themen sowie die umfassende
Aufarbeitung der geschichtlichen Komponente des Zusammenlebens von Mensch und
Katze. Wir lesen über die "historische Katze", daß sie im Mittelalter
als "Teufelstier" galt, über die "inspirierende Katze", daß
sie überaus gerne die Nähe von Schriftstellern und Künstlern sucht, über die
"reisende Katze", daß sie früher als Schiffskatze rund um die Welt
segelte, wogegen andere "berufstätige Katzen" als Rattenfänger im
öffentlichen Dienst, beim Militär, als Theater- oder Kirchenkatze beschäftigt
waren. Selbst eine echte Dedektivkatze hat der Autor aufgetan, die im Dienste
der russischen Polizei dem überaus lukrativen Kaviarschmuggel entgegen trat -
und von der Mafia ermordet wurde. Natürlich finden auch Francis und seine
Kollegen aus den zahlreichen Katzenromanen Erwähnung, und für einen Katzenfan
ist nur eines noch besser als dieses schöne Katzenbuch: eine Katze.
Fazit
Informative Fakten, interessant zusammengestellt und aufbereitet.
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