Ragnar Schwefel: DSA - Unter dem Westwind

DSA - Unter dem Westwind

Verlag: Fantasy Productions [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Rollenspiele
ISBN-13 978-3-89064-295-6

Preis: 39,59 Euro bei Amazon.de [Stand: 24. September 2016]
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Thorwal - Land der kalten Winde, der Plünderer, Land von Skalden, Bier und Äxten. Band zwei der Aventurischen Regionen (nach "In den Dschungeln Meridianas") ist ein deutlicher Fortschritt zu Band eins, denn eins fällt sofort auf: Es liest sich besser! Nach dem staubtrockenen ersten Teil war ich positiv überrascht, wie gut sich das Nachschlagewerk über Thorwal gelesen hat. Lediglich die genauen Beschreibungen der einzelnen Regionen und Städte waren streckenweise doch sehr langatmig weil zu detailliert - und einfach nicht interessant. Auch störend war es, dass einige Geheimnisse in der "Mysteria et Arkana" (der Sektion "Dinge, die den Menschen nicht zu wissen bestimmt sind") schlicht und einfach ausgelassen wurden. Ansonsten findet man dort alles, was das Herz begehrt über Thorwal, das Gjalskerland und die streitenden Königreiche Andergast und Nostria.
Fazit
Besser, viel besser, aber: immer noch verbesserungsfähig. Neben der von mir allgemein bestirnrunzelten 1:1-Kopie von bestimmten Settings (Thorwal entspricht genau dem typischen Klischee eines Wikinger-Landes, das Gjalskerland sind die alten Schotten mit einigen Abwandlungen und die streitenden Königreiche sind typische, nein: klischeehafte, feudalistische Rittertümer, die nur auf sich selbst fixiert sind, wie man sie seit Ewigkeiten in Fantasy- und Mittelalterliteratur findet) ist das Buch aber gut durchdacht und mit einigen schön ausgearbeiteten Karten versehen, dazu ein sehr brauchbares Lesezeichen. Lediglich über die Zielgruppe wundert mich etwas: Was die Illustrationen angeht, muss ich zeitweise an pubertierende, 12- bis 13jährige Jungs denken, denn ein großer Teil der Bilder zeigt gutaussehende Frauen oben ohne - die Gjalskerländerinnen scheinen sogar (trotz zum Teil sehr großer Kälte) ganzjährig halbnackt herumzulaufen, höchstens mal einen Fellüberwurf, der aber auch alles "relevante" zeigt. Auf die Dauer wirkt das einfach irgendwie aufdringlich...
Ansonsten aber ganz nett - wenn man sich für die Region interessiert, auf jeden Fall empfehlenswert.
Sonst nicht.
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Vorgeschlagen von Kristian Kühn [Profil]
veröffentlicht am 20. Februar 2005

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