Republik Moldau - das ist eine gewagte berufliche Herausforderung für die
Universitätsdozentin Pia aus Deutschland. Natürlich ist ihr klar, daß sie keine
Ahnung hat, worauf sie sich da eingelassen hat, doch was dann wirklich auf sie
zukommt, übertrifft selbst ihre kühnsten Erwartungen. Erst einmal: frieren,
immer und andauernd, denn es ist Winter, mit Eis und Schnee, die Wohnung
ungeheizt, die Uni auch, und allenfalls die eine oder andere Hotelbar, die sie
als Ausländerin aufsuchen kann, bietet etwas Wärme. Zwar hat Pia es durch ihre
Devisenreserven im täglichen Überlebenskampf des nachsozialistischen Alltags
entschieden einfacher als Einheimische, doch es ist immer noch schwierig genug.
Und ein weiterer Umstand unterscheidet sie vom Rest der Bevölkerung: sie schaut
hin, wenn ihr etwas merkwürdig erscheint, und nicht lieber weg. So kommt sie
schon bald einer undurchsichtigen Geschichte um Geldwäscherei, Bestechung,
Hehlerei, dem ganzen Programm halt, inkusive Mord und Mafia auf die Schliche -
eine äußerst gefährliche Situation... Die Autorin dieses spannenden Romans heißt
Elfi Hartenstein und kennt die Sachlage ihrer Heldin aus eigener Erfahrung. Sie
reiste selbst als Dozentin nach Moldawien und anderen Ländern des ehemaligen
Ostblocks. Das ist wohl der Grund, warum ihre Schilderungen so authentisch
klingen, seien es Personen, Lebenslagen oder die Umgebung.
Fazit
Gut beobachtet, eine spannende Geschichte drumherum erfunden, flüssig erzählt -
schön gemacht.
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