Arkadi Strugatzki: Ein Käfer im Ameisenhaufen

Ein Käfer im Ameisenhaufen

Verlag: Suhrkamp Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Fantasy
ISBN-13 978-3-518-38823-5

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Evas Apfel und die Evolution.

Der Protagonist Maxim Kammerer lebt in einer fernen Zukunft und arbeitet für die Kommission für Kontrolle (KomKon). Der berufserfahrene Maxim erhält einen ungewöhnlich geheimnisvollen Auftrag. Seine Befugnisse werden großzügig erweitert, im Gegenzug sind seine Ausgangsinformationen äußerst knapp formuliert. Seine Recherche erweist sich als Suche nach einem großem Geheimnis, einer Verschlusssache auf höchster Ebene. Nach und nach deckt er einige Fragmente des Rätsels auf, ohne jedoch das Ganze zu erschließen. Die Spannung wächst und der Leser wird immer wieder geschickt in die Gedankenwelt von Kammerer herangeführt und zum Mitdenken und -spekulieren verleitet.

Die Arbeit der gesuchten Person Lew Abalkin wird dem Leser als weitere spannende Geschichte präsentiert. Beide Geschichten wachsen mit steigendem Kenntnisstand zusammen. Das große Geheimnis zeigt sich gleich einem evolutionären Ereignisses. Kann der Mensch den weiteren Weg der Evolution bestimmen oder geht die Evolution ihren eigenen Weg weiter, ohne das der Mensch darauf Einfluss nimmt. Zwar wurde in diesem Fall ein Beratungsteam gebildet, dass die Ingangsetzung einer Apparatur bzw. dessen Zerstörung beriet. Doch die Versuchung war zu groß. Ohne das Endergebnis zu kennen oder auch nur zur erahnen, wurde ein Verfahren in Gang gesetzt, dass möglicherweise das Ende der Menschheit einläuten könnten. Die danach getroffenen Sicherheitsmaßnahmen erschienen ausreichend, bis Lew Abalkin etwas tat, was nicht erlaubt war und Maxim Kammerer zu ermitteln begann.
Fazit
Die Geschichte ist spannend erzählt. Der Leser bleibt eine lange Zeit im Unklaren, was hier geschehen war. Mit dem Ausdecken der einzelnen Ereignisse wächst die Spannung. Die Entscheidung der Menschheit und ihre Tragweite wird sachlich und auch wissenschaftlich gut herausgearbeitet. Die Versuchung von Evas Apfel und das Verhalten von Adam als Metapher für die fortschreitende Evolution und ihrem Handlanger Mensch wird auf eine eindrucksvollen Weise neu dargestellt. Das Werk steht für anspruchsvolle Science Fiktion und die aufgezeigte Problematik ist heute aktueller denn je.
9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne
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Vorgeschlagen von Lothar Hitzges [Profil]
veröffentlicht am 31. Januar 2005

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