Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand

Bartimäus - Das Amulett von Samarkand

Verlag: C. Bertelsmann Jugendbuch Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Jugendroman
ISBN-13 978-3-570-12775-9
Preis: 18,90 Euro bei Amazon.de [Stand: 04. Juli 2008]

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Mir hat Bartimäus sehr gut gefallen. Der Junge Nathael ist vom bösen Zauberer Lovelace geärgert worden und möchte dessen Amulett erhalten. Damit beauftragt er den über 500 Jahre alten Dschinn Bartimäus...
Anklänge an Harry Potter sind zu finden. Was bei Rowling die "Muggles" sind, sind bei Stroud "Gewöhnliche". Doch Bartimäus ist anders als Harry Potter. Nathael ist - zumindest in diesem Band - keine sympathische Identifikationsfigur, sondern ein Ekel - obwohl er aus der Sicht des ambivalenten - meines Erachtens durchaus nicht bösartigen, allerdings auch nicht guten Dschinn - gezeichnet wird. Die Erzählperspektiven wechseln sich ab: so wird einerseits auktorial die Lebensgeschichte Nathanaels erzählt und sein Zusammentreffen mit dem Dschinn Bartimäus geschildert, andererseits - und diese Episoden finde ich faszinierend, plastisch dargestellt und wunderbar gezeichnet - erzählt der Dschinn Bartimäus in Ich-Form seine abenteuerlichen Erlebnisse bei seiner Suche nach dem Amulett von Samarkand, welches sich zunächst ganz harmlos anlässt.

Natürlich muss sich jede Neuerscheinung, in der ein jugendlicher Zauberlehrling auftritt, mit Harry Potter vergleichen lassen. Doch der Vergleich ist nur an der Oberfläche hilfreich. Von der Erzählperspektive und Technik ist dieses Buch anders - für mich durchaus anspruchsvoller. Eine "Parteinahme" des Erzählers für die Guten - wie dies bei Harry Potter eindeutig der Fall ist - ist nicht erkennbar. Nun darf nicht vergessen werden, dass es sich hier um den ersten Teil einer Trilogie handelt. Ein endgültiges Urteil ist sicherlich erst zu fällen (wie bei Harry Potter auch), wenn alle Bände vorgelegt worden sind.
Fazit
Witzig, spritzig und sehr einfallsreich. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen.

Vorgeschlagen von Bernhard Nowak [Profil]
veröffentlicht am 29. Januar 2005

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