Der 19-jährige Lee will seinen versäumten Schulabschluss nachholen und
studieren. Im kleinen Ort Kangjin in der Nähe der Stadt Busan handelt sein
Bruder mit Sand und verschafft ihm in der eigenen Firma Arbeit im Büro. Der
Ältere hatte Lee bisher unterstützt und die Elternrolle eingenommen.
Gleichzeitig muß Lee für die Aufnahmeprüfung zur Universität pauken. Das
Ergebnis wird über das zukünftige Leben des Prüflings entscheiden: ob und zu
welcher Hochschule er zugelassen wird.
Lee erlebt die Studentenproteste des Jahres 1960. In den folgenden Jahren wird er sich als Hauslehrer durchschlagen, um sein Studium zu finanzieren. Obwohl er ständig knapp bei Kasse ist, trinkt er und versetzt in Geldnot seine Schuluniform und seine Lehrbücher im Pfandhaus. Sein Bruder beendet die finazielle Unterstützung, er nimmt Lee die Undiszipliniertheit übel. Lee sinkt soweit ab, dass er in einem ärmlichen Gasthaus das Zimmer mit Raupe, einem 14-jährigen Straßenhändler teilen muss. Diese Begegnung lässt ihn über sein Leben nachdenken. Die dreiteilige Erzählung ist zum Teil autobiographisch: Auch Yi Munyol zog mit seiner Mutter und vier Geschwistern ruhelos herum, während der Vater im Korea-Krieg war. Er brach die Schule ab und versuchte, wieder ins Schulsystem zurückzukehren. Fazit
Der Autor beschreibt das Leben einer Generation, die durch Krieg und Not aus dem
Gleichgewicht geraten ist. Die Situation der kleinen Leute, der Studenten-Alltag
und die Landschaft im Flußdelta werden für den westlichen Leser lebendig.
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