Lawrence M. Krauss: Die Physik von Star Trek

Die Physik von Star Trek

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Jugendsachbuch
ISBN-13 978-3-453-10981-1

Preis: 8,19 Euro bei Amazon.de [Stand: 07. Dezember 2016]
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Gibt es alles doch gar nicht!?

Star Trek ist anscheinend auch unter Wissenschaftlern sehr beliebt. Die Science Fiktion Geschichten bedienen sich mannigfaltig technisch noch zu erschließender Errungenschaften. Hierbei lässt sich unterscheiden, ob jene Produkte zeitnah realisierbar sind, in einer etwas ferneren Zukunft sicherlich möglich werden, oder ob sie so abwegig sind, und das sie nur für eine unterhaltsame Geschichte taugen.

Besondere Aufmerksamkeit widmet der Autor dem Reisen durch den Raum. Nur wenn es gelingt große Entfernungen in akzeptablen Zeiträumen zu überwinden, kann es solche Geschichten möglicherweise in der Zukunft in ähnlicher Form geben. Aber gerade hier ist der Knackpunkt, denn das Reisen muss nicht nur für den Reisenden zügig möglich sein, sondern auch für die zuhause Gebliebenen. Denn wer möchte schon gerne für wenige Jahre verreisen und eine Erde vorfinden, die einige zehntausend Jahre älter ist, als er abflog.

Viele Geschichten von Star Trek verdanken der "Erfindung" des Holodecks ihre Existenz. Diese angenehme rundum Bühne zur Unterhaltung ihrer Besucher hat in unserer Gegenwart durch den Computer bereits erhebliche Fortschritte vorzuweisen. Hier präsentiert die Unterhaltungsindustrie ständig neue Produkte, die in die Richtung von Star Trek zielen.

Natürlich wird auch dem "Beamen" ein angemessen breiter Raum gewidmet. Die Idee durch Zerlegung in die einzelnen Atome seiner Selbst zu reisen und an einem anderen Ort wieder zusammengebaut zu erscheinen, hat ihren ganz besonderen Reiz. Und gerade diese Art der Fortbewegung ruft nicht nur die Naturwissenschaftler auf den Plan, sondern auch die Geisteswissenschaft, die mit Recht die Frage formuliert, wie echt ist der wieder zusammen gebaute Ryker eigentlich, wenn es ihn gleich zweimal gibt.
Fazit
Der Autor bemüht sich, soviel Wissenschaft wie möglich einzubringen, ohne das das Buch zu wissenschaftlich wird. Reales technisches Gegenwartswissen und einige Forschungsarbeiten werden spannend vorgestellt. Nicht realisierbares sorgsam abgetrennt. Zudem wird erklärt, warum in bestimmte Richtungen nicht geforscht wird und kommt zu dem sicher nicht abwegigen Ergebnis, weil es nicht seriös klingt und deshalb die notwendigen Forschungsgelder nicht bereits gestellt werden. Das Buch enthält ein Inhaltsverzeichnis und ein hilfreiches Register. Hinweise auf weiterführende Literatur fehlen leider. Der Unterhaltungswert ist sicherlich höher als der wissenschaftliche, aber dennoch ein guter Ansatz, Wissenschaft unterhaltsam zu vermitteln.
6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne

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Vorgeschlagen von Lothar Hitzges [Profil]
veröffentlicht am 06. November 2004

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