"Klaras NEIN" ist nicht leicht verdaulich. Das soll es auch gar nicht
sein, und kann es nicht. Denn Klara kehrt im Juli 1945 als eine der letzten
Überlebenden aus Auschwitz zurück - zurück in ihre Heimat Frankreich, zurück zu
ihrer Familie, zu den Freunden. Doch sie kommt nicht wirklich, denn die, die da
kommt, ist nicht mehr Klara. Sie will ihre kleine Tochter nicht mehr sehen,
fragt nicht nach ihrem Mann, sie kommt lediglich, um sich zu verabschieden.
Unnahbarkeit und Hass machen diesen fremden Menschen aus, und ihre Schwägerin
Lika ist zutiefst verängstigt und erschrocken. Trotzdem lässt sie sich auf eine
schwierige und schmerzhafte Auseinandersetzung mit Klara ein und schreibt auf,
was diese sagt. Nach und nach erfährt sie andeutungsweise und bruchstückhaft ein
wenig von dem Grauen, das Klara erlebt hat, und sie begreift die Konsequenz: die
seelische Zerstörung, die es Klara unmöglich macht, wieder ein unbelastetes
Leben zu führen, Klaras "NEIN".
Fazit
Ein Buch, das dem Leser Schauer über den Rücken jagt.
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