Vater, Mutter und drei Kinder - eine Bilderbuch-Familie. Die drei Töchter
wachsen heran, schlagen sich mit Selbstzweifeln und anderen Pubertätsproblemen
herum, erleben ihre erste Leidenschaft und Liebe. Alles prima. Doch dann kommt
der Schock: Der Vater springt von der nahegelegenen Brücke in den Tod. Irgendwie
geht das Leben weiter, schleppend zunächst, doch immer leichter. Die Töchter
werden erwachsen, gehen nach und nach aus dem Haus, und auch Mutter Louise kommt
gut allein zurecht. Zwanzig Jahre vergehen... Als die Mutter stirbt, treffen
sich Edie, Stella und Jude nach langer Zeit wieder, um gemeinsam den Haushalt
aufzulösen. Das fördert so manches zutage: alte Schuldgefühle, Hoffnungen und
Ängste - sowie eine kleine Notiz, die dem Selbstmord des Vaters eine völlig neue
Perspektive verleiht. Mit "Als wir Töchter waren" zeigt sich Nicci
Gerrard, unter dem Pseudonym Nicci French (in Teamarbeit mit Ihrem Mann) bekannt
für Psychothriller der Spitzenklasse, einmal von ganz anderer Seite. Auch nicht
schlecht...
Fazit
Empfehlenswert nicht nur für diejenigen, die gerne menschliche Fassaden bröckeln
sehen... Kurzweilige Unterhaltung auf einem etwas höheren Niveau als üblich.
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