Alois Prinz: Lieber wütend als traurig - Die Lebensgeschichte der Ulrike Marie Meinhof

Lieber wütend als traurig - Die Lebensgeschichte der Ulrike Marie Meinhof

Verlag: Beltz & Gelberg [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Biografie
ISBN-13 978-3-407-80905-6

Preis: 1,21 Euro bei Amazon.de [Stand: 08. Dezember 2016]
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Alois Prinz' Fachgebiet sind Biografien. So veröffentlichte er die Lebensgeschichten von Hannah Arendt und Hermann Hesse. In seinem neuesten Buch "Lieber wütend als traurig" nimmt er sich Ulrike Marie Meinhof vor. Er schildert das Leben der Journalistin, die Anfang der 1970er Jahre zu den Gründern der "Rote Armee Fraktion" gehörte. Zusammen mit Andreas Baader, Gudrun Ensslin und anderen will Meinhof in der RAF ihre Ziele durchsetzen. Eigentlich wollte sie schon viel früher am Ziel sein und den Kapitalismus in Deutschland durch Sozialismus ersetzt sehen. Doch der friedliche Protest erzielt keine Wirkung und so sehen sich die RAF-Mitglieder gezwungen, gewaltsam ihre Ziele durchsetzen zu wollen, was besonders durch einen von Meinhofs Artikeln in der linken Zeitschrift "konkret" von 1968 bekräftigt wird: "Protest ist, wenn ich sage, das und das passt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, dass das, was mir nicht passt, nicht länger geschieht."
Fazit
Alois Prinz schildert ein Leben, wie es wechselhafter nicht hätte sein können. Von einer streitbaren Journalistin, die sich mehrmals gerichtlich mit Franz Josef Strauß anlegt, weil diesem ihre Kolumnen aus "konkret" über seine Person nicht gefallen, zur meistgesuchten Terroristinnen Deutschlands. Doch wie der Titel schon sagt: Ulrike Marie Meinhof war lieber wütend als traurig.
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Vorgeschlagen von Nico Haase [Profil]
veröffentlicht am 26. August 2004

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