Schnell merkt die kleine Familie aus dem winzigen Dondorf im Rheinland, dass
ihre Tochter Hildegard anders ist, irgendwie nicht in die Familie passt. Im
Alter von 9 Jahren legt sie sich ein Buch voller schöner Worte und Sätze an, sie
spricht Hochdeutsch und zitiert Dichter. Während andere Mädchen sich mit Puppen
die Zeit vertreiben wird die Sprache zu Hildegards Lieblingsspielzeug.
In der katholisch geprägten Familie, wo Rosenkränze und Vaterunser vor allem Priorität haben, hat sie nur einem "Verbündeten": ihren Großvater. Er kann ihre Liebe zu Büchern und Geschichten nachvollziehen. Als sie in die Schule kommt stirbt der Großvater. Nun steht Hildegard dem grausam prügelnden Vater und der lieblos ängstlichen Mutter allein gegenüber. Doch mithilfe der Buchstaben und Worte kämpft sie weiter um ihre Freiheit. Fazit
Sehr ausführlich und detailliert schildert Ulla Hahn die Nachkriegskindheit von
Hildegard. Der Großteil der Dialoge ist in rheinischem Dialekt verfasst, wodurch
der Leser unwillkürlich in dieses katholische, 50er Jahre Leben von Hildegard
hineingezogen wird um mit ihr zu leben und zu leiden. Eine Hommage an das Lesen!
weitere Rezension zu diesem Buch schreiben Rezension als PDF-Datei speichern Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez1059.htm weiterführende Links:
noch keine Links vorhandenLink vorschlagen zu: Ulla Hahn, Das verborgene Wort (zu dieser Rezension), Das verborgene Wort (allgemein zu diesem Buch) Vorgeschlagen von Jenny Scharf
[Profil] | ||||