Zufallsrezension
Gollum - auf die Leinwand gezaubert von Andy Serkis
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Arnulf Zitelmann: "Ich will donnern über sie!": Die Lebensgeschichte des Thomas Müntzer |
| Die vorliegende Lebensbeschreibung des "wortgewaltigen Rebellen und Mystikers" der Reformation hat Arnulf Zitelmann mit großer Sympathie für den lange verkannten Bauernführer und Gegner Luthers verfasst. Eindringlich zeigt Zitelmann auf, dass Müntzer - im Gegensatz zu Luther - die "Kirche von unten" predigte und im Gegensatz zu diesem eine "herrschaftskritische Perspektive" (S. 105) an den Tag legte. Müntzer, über dessen Kindheit und Jugend nichts bekannt ist, radikalisiert sich mehr und mehr und nimmt Anstoß an den Praktiken der Herrschenden, die sich nicht am "leidenden Christus" orientierten. Gut zeigt Zitelmann die unterschiedlichen Konsequenzen, die Luther und Müntzer aus ihrer Kritik an Kirche und Herrschaft ziehen. Während Luther für sich selber... – weiterlesen (Rezension vom 10. Januar 2004) |
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David Ranan: "Ist es noch gut, für unser Land zu sterben?" |
| Seit seiner Gründung im Jahr 1948 ist Israel alle paar Jahre in einen Krieg gezwungen worden oder musste ihn führen, um sich vor der drohenden Vernichtung zu schützen. Mindestens genauso alt wie der Staat Israel ist der Konflikt um ihn und um das Land. Unter dem Begriff "Nahost-Konflikt" hat er sich in das politische Bewusstsein aller Generationen eingeprägt, die etwa ab den frühen fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts geboren wurden. Und dennoch zeigen viele Reaktionen von Freunden, aber leider auch viele Kommentare in den Medien, dass ein wirkliches und tiefes Verständnis dieses Konfliktes und vor allen Dingen seiner Ursache und seiner Genese nicht vorhanden ist. Die Öffentlichkeit scheint gespalten zwischen einer kritiklosen Solidarität mit den als Opfer dargestellten Palästinensern... – weiterlesen (Rezension vom 10. November 2011) |
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Lena Gorelik: "Sie können aber gut deutsch!" |
| Als am 23. Februar bei der zentralen Gedenkfeier für die Opfer der NSU-Morde die 25-jährige Tochter eines der türkischstämmigen Opfer der Zwickauer Neonazizelle, Semiya Simsek, sprach, da stellte sie Fragen, die mir jedenfalls unter die Haut gingen: "Heute stehe ich hier, trauere nicht nur um meinen Vater und quäle mich mit der Frage: Bin ich in Deutschland zu Hause? Ja, klar bin ich das. Aber wie soll ich mir dessen noch gewiss sein, wenn es Menschen gibt, die mich hier nicht haben wollen. Soll ich gehen?"
Sie drückt das aus, was mit Sicherheit viele Menschen in unserem Land spüren und denken. Das Gefühl, obwohl man schon seit Jahren vielleicht die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat, nicht willkommen zu sein in einem Land, das doch die Freiheit und das Menschenrecht... – weiterlesen (Rezension vom 05. März 2012) |
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Ursula Meyer: ... brenne auf mein Licht |
| Der sechste Fall für Kommissarin Züricher in Münster ist ein spannender und unterhaltender Roman von Ursula Meyer. Die Kriminalschriftstellerin überzeugt mit detailreicher Milieukenntnis, sowohl was Münster und dessen Umgebung als auch die kirchlichen, regionalen Zusammenhänge angeht. An manch einer Stelle hätte eine Beschreibung nicht so umfangreich sein müssen, weil die Nerven des Lesers ohnehin wegen der kriminellen Spannung strapaziert wurden.
In einem Kindergarten wurde die anonyme Ankündigung eines Entführung entgegengenommen. Dieser Brief erweckt Besorgnis, denn bereits vor sechs Jahren waren Kinder aus demselben Kindergarten entführt und später tot aufgefunden worden. Es hat den Anschein, als würde es sich erneut um einen solchen Vorfall handeln und die Polizei hätte es jetzt definitiv... – weiterlesen (Rezension vom 23. Juli 2011) |
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Harlich H. Stavemann: ...und ständig tickt die Selbstwertbombe |
| Entwicklung eines gesunden Selbstwertes
Zwei Pole von Persönlichkeitstypen, die hochgradig ihren Selbstwert und damit ihr inneres Wohlergehen durch die Anerkennung von der Außenwelt abhängig gestalten, setzt Harlich H.Stavemann als Kunstfiguren kontinuierlich in den Blick des Buches. In diesen beiden Polen setzt er die Grundproblematik des Empfindens von Selbstwert einer fundierten Betrachtung und Untersuchung aus. Der eine Pol ist die ständige Furcht vor Ablehnung und damit einhergehend das beständige Beachten, ja nichts falsch zu machen in den Augen der anderen, der zweite Pol ist das ständige aktive Suchen nach Anerkennung für gebrachte Leistungen und damit die ständige Sorge vor Versagen.
Der leicht martialische Titel des Buches trifft es dabei auf den Punkt, Erfahrungen, die Stavemann... – weiterlesen (Rezension vom 29. Januar 2011) |
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Peter Wendl: 100 Fragen, die ihre Beziehung retten |
| Der Titel des vorliegenden Buches des katholischen Diplom-Theologen und Ehe- und Familientherapeuten Peter Wendl ist irreführend gewählt und dient wohl der Promotion des Buches. Es geht nicht um 100 Fragen, die eine Beziehung retten, sondern um eine Art Zwischenbilanz, lange bevor es zur ehelichen Katastrophe kommt. Peter Wendl stellt "100 Fragen, die Ihre Partnerschaft entscheidend verbessern - wenn Sie es wollen!" Er hat sie in sieben Schritten und Themenkomplexen aufgeteilt und lädt beide Beziehungspartner ein, sie nacheinander zu beantworten und sie dann miteinander auszutauschen ggf. auch erstmal einzelne Fragen:
* Rück-Blick auf unser Kennenlernen und den Beginn der Beziehung
* Ein-Blick in und auf unsere Familien
* Blick-Wechsel von der Vergangenheit in die Gegenwart
*... – weiterlesen (Rezension vom 16. Februar 2013) |
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Florian Illies: 1913. Der Sommer des Jahrhunderts |
| Schon beim allerersten Durchblättern dieses neuen Buchprojekts von Florian Illies habe ich mich dreißig Jahre zurückerinnert. An das Jahr 1982, in dem der damals junge Michael Rutschky als Herausgeber verantwortlich zeichnete für ein Buch, das auch eine Jahreszahl im Titel trug. "1982. Ein Jahresbericht. Tag für Tag" war der erste von insgesamt zwei Versuchen ("1983" folgte ein Jahr später), das gerade erst vergangene Jahr kritisch Revue passieren zu lassen und den zeitgenössischen Lesern einen etwas anderen Jahresrückblick bot. Im nächsten Jahr sind es genau einhundert Jahre her, dass 1913 überall in Europa zwar das, was dann auf eine vorher nie für möglich gehaltene zerstörerische Weise mit dem Ersten Weltkrieg über Europa kam, schon spürbar war, aber niemand wirklich... – weiterlesen (Rezension vom 14. Januar 2013) |
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Lorenz Pauli, Kathrin Schärer: 3 Frechmäuse |
| Drei sportliche Mäusekinder - eins schwarz, zwei grau gefleckt - tragen jeweils einen Buchstaben in ihrem Fell. E-Maus, N-Maus und I-Maus entdecken gemeinsam allerlei Schilder. Ein Haus ist zu verkaufen, ein Bauer bieter Most an, ein Koch schreibt gerade das Tagesgericht auf eine Tafel und ein Schild im Park verbietet Kindern das Spielen. In der Geschichte von Goldfisch, Goldhamster, Goldspecht und Goldfrosch geht es um das konfliktreiche Teilen eines Schatzfundes; denn die Tiere hatten ihrer Ansicht nach jedes einen unterschiedlichen Anteil an der Schatzssuche. "Ich will alles," tönt eines von ihnen. Zehn Wünsche können an eine motorisierte Fee gestellt werden, die mit Propeller auf dem Rücken zum Fenster herein geflogen kommt. In dieser Geschichte wird gereimt, die Uhrzeit genannt... – weiterlesen (Rezension vom 23. Mai 2013) |
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Louis Jensen: 33 Cent um ein Leben zu retten |
| Wie kann man das Unrecht und den Hunger in der Welt wahrnehmen, ohne es zu verdrängen? Wie kann man mit Nachrichten leben, die so erschütternd sind, dass man sie kaum ertragen kann? Was kann ein einzelner Mensch tun, um hier ein Zeichen zu setzen? Geht das überhaupt?
Den Erzähler dieser Geschichte für ältere Kinder und Jugendliche quälen diese Fragen, seit er in der Schule von einem engagierten Lehrer gehört hat, dass man für 33 Cent das Leben eines afrikanischen Kindes retten kann. Er versucht mit seiner Mutter, einer etwas verhuschten Lehrerin und vor allen Dingen seinem gesetzestreuen Vater, der als Richter arbeitet, über diese Dinge zu reden. Doch sie nehmen ihn nicht ernst. Das einzige, was dem namenlosen Jungen klar wird, ist die Scheinheiligkeit und die Verlogenheit hinter all den... – weiterlesen (Rezension vom 19. Februar 2013) |
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Annike Reich: 34 Meter über dem Meer |
| In ihrem letzten Roman "Durch den Wind" erzählte Annika Reich von vier Frauen und ihrem Leben. Sie sind regelrecht unfähig, ihr Leben wirklich in die Hand zu nehmen, für die richtigen und rechtzeitigen Weichenstellungen zu sorgen, sich einfach einmal zu entscheiden. Und so ist es folgerichtig, dass eine von ihnen mit dem achselzuckenden Satz das Buch beendet: "Ich dachte immer, die Dinge klären sich, wenn man älter wird." Der Roman kreiste in den Dialogen seiner Protagonisten immer wieder um die Spannung zwischen persönlicher Freiheit und dem Wunsch nach Geborgenheit.
In ihrem neuen Roman "34 Meter über dem Meer" löst sich diese Spannung immer wieder wohltuend auf. Es ist die Geschichte von zwei Menschen, wie sie gegensätzlicher kaum sein könnten. Da ist die... – weiterlesen (Rezension vom 23. April 2012) |
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Lorenz Maierhofer: 4 voices |
| Chorleiter suchen immer nach neuer Literatur, um dem Chor und vor allem den Zuhörern etwas besonderes bieten zu können. Dieses Buch schafft Abhilfe: 200 Stücke wurden von einem engagierten Musikfachmann zusammengetragen. Dabei hat Lorenz Maierhofer viel Wert auf Vielfältigkeit gelegt. Es sind viele relativ schwere Stücke für mehrere Stimmen (Drei-, vier-, fünf- und achtstimmige Chöre) im Buch enthalten, andererseits auch einfache Titel wie einstimmige Kanons oder Lautmalerei. Der Bekanntheitsgrad der Lieder schwankt ebenso sehr. Schuberts "Lindenbaum" ist vertreten, "Don't worry - be happy" findet sich, der Herausgeber hat aber genauso eigene Titel eingebracht.
Bemerkenswert ist die riesige Bandbreite der ausgewählten Werke. Leichte Sprechkanones, romantische Choräle wie... – weiterlesen (Rezension vom 26. Oktober 2004) |
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Robert Amper: 50 Jahre der Ewigkeit |
| Der Teufel erschafft einen magischen Spiegel, der alles Gute das sich darin reflektiert, augenblicklich ins Böse verdreht. So einfach sich die Geschichte zu Beginn anhört, so komplex und groß wird sie noch. Der Autor vermischt die klassischen Elemente von Fantasy und Märchen und packt viel Romantik mit hinein. Die erstklassigen Sprecher tun ihr übriges. Ich persönlich empfinde des wirklich langsamen Einstieg in die Geschichte als wohltuend. Endlich einmal keine hektische Erzählung die einem pausenlose Konzentration aufzwingt, sondern gemütliches, ruhig dahin gleitendes Erzählkino. Muß man mögen, sicher - aber ich kann dieses Hörspiel nur empfehlen. – weiterlesen (Rezension vom 14. Februar 2005) |
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Offenbarung 23: 9/11 |
| Der 11. September hat die Welt für immer verändert. Die Bilder des Terroranschlages gingen um die Welt. Was aber, wenn der Anschlag eine fatale Inszenierung gewesen ist? Der Hacker Georg Brand kommt einer schier unglaublichen Intrige auf die Spur. Zusammen mit seinem Freund Kim Schmittke findet er heraus, dass ursprünglich etwas sehr viel Grausameres geplant gewesen ist.
Mit "9/11" endet Offenbarung 23, wie man die Serie kennt. Nach dieser Folge kam es zum Bruch zwischen Lübbe und dem Schöpfer der Serie, Jan Gaspard. Nach der Trennung wurde beschlossen, die Serie ohne ihn weiterzuführen. Dieser Neustart hat zur Folge, dass man die Sprecher zwar allesamt halten konnte, diese jedoch unter neuen Namen und unter einer neuen Story agieren werden. So bleibt "9/11" die Abschiedsvorstellungen... – weiterlesen (Rezension vom 17. Juni 2009) |
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George R. R. Martin: A Song of Ice and Fire 1 - A Game of Thrones |
| Die letzten Tage des langen Sommers sind angebrochen, als Eddard Stark, Wächter des Nordens der Sieben Königreiche, von seinem Freund König Robert Baratheon zur neuen "Hand" ernannt wird. Nur widerwillig nimmt der ehrenhafte Eddard Stark dieses Amt an, wohl wissend, dass Intrigen am Hofe des schwachen Königs an der Tagesordnung sind und die Lannisters, Eddards Erzfeinde, große Macht genießen. Und tatsächlich beginnt bald ein Spiel der Throne, dem sich Eddard nicht gewachsen zeigt....
Gleichzeitig heiratet im fernen Osten Daenerys Targaryen, rechtmäßige Erbin des Eisernen Thrones der Sieben Königreiche, einen Barbarenfürsten, mit dessen Hilfe ihr Bruder Viserys den Thron zurück zu erobern hofft, den seine Familie an die Baratheons, Starks und Lannisters im 15 Jahre zurückliegenden... – weiterlesen (Rezension vom 01. Mai 2002) |
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Arno Linke: Ab morgen bist du Leibarzt |
| Arno Linke gehört zur Generation 1920. Statt einer Ausbildung musste er als Soldat an die Ostfront. Trotzdem erfüllt er sich nach dem Krieg seinen sehnlichsten Wunsch und studiert Medizin in Halle. Über verschiedene Stationen zum Facharzt in Görlitz und Greifswald wird er von 1964 - 1971 Leibarzt von Walter Ulbricht. Danach arbeitet er bis zu seiner Emeritierung an der Greifswalder Universität.
Das Buch zeichnet sehr persönlich zwei geschichtliche Abschnitte in Deutschland nach. Dabei erhält der Leser tiefe Einblicke in die Arbeit und Gedanken eines Mediziners. Die Schilderung der Tätigkeit als Leibarzt beim mächtigsten Mann der DDR, gibt tiefe Einblicke in politische Machtgefüge und zeichnet auch ein Bild von Ulbricht.
Ein sehr tiefgehendes, persönliches Buch, welches man nicht mehr aus... – weiterlesen (Rezension vom 04. Oktober 2010) |
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Degenhardt von Lubgast: Abattoir |
| Abattoir präsentiert sich dem Leser bereits von außen als etwas Besonderes. So entzückt die stimmungsvolle Gestaltung, die sich wohltuend von den leider allzu verbreiteten, lieblosen und nichtssagenden Massenumschlägen abhebt, das Auge des Lesers. Das Buch selbst enthält neun Erzählungen, deren Länge von ca. 15 bis 70 Seiten variiert. Alle sind, wie es auf dem Buchrücken geschrieben steht, "fest in der Realität verankert", d.h. sie gleiten nie ins Phantastische und sind stets um einen gewissen Realismus bemüht, der sich zuweilen in minutiös beschriebenen Szenen niederschlägt. Der Anspruch auf eine gewisse Realitätsnähe ergibt sich wohl unweigerlich aus den stark gesellschaftskritischen Zügen des Werkes, die in ihrer nicht selten schonungslosen Härte dazu angetan sind, zartbesaiteten... – weiterlesen (Rezension vom 12. Oktober 2007) |
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Ian McEwan: Abbitte |
| England, im Sommer 1935. Auf dem Landsitz der Familie Tallis herrscht Ferienstimmung. Cecilia und Leon kommen vom College nach Hause, und auch drei halbwüchsige Nichten und Neffen werden zu Besuch erwartet. Briony, das dreizehnjährige Nesthäkchen, schreibt an ihrem ersten Theaterstück. Ihre Schwester Cecilia beschäftigen derweil chaotische Gefühle für Robbie Turner, den Sohn der Putzfrau. Äußerst merkwürdig findet Briony, was die beiden miteinander zuerst am Brunnen und dann in einer dunklen Ecke der Bibliothek treiben, bis ihr eines Abends alles klar wird: Robbie ist ein Psychopath! Das phantasiebegabte Mädchen reimt sich noch einiges weitere zusammen und versucht schließlich der vermeintlichen Gefahr Einhalt zu gebieten. Mit ihrem Eingreifen beschwört sie jedoch katastrophale Folgen herauf,... – weiterlesen (Rezension vom 05. Februar 2005) |
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Rotraut Susanne Berner: ABC - Die Katze lief im Schnee |
| ABC- die Katze lief im Schnee: Generationen von Kindern sind mit diesem Lied aufgewachsen. Aber macht die Katze auch noch andere Dinge im Winter oder zu anderen Jahreszeiten? Kennt sie auch noch andere Buchstaben? Denn für kleine wissbegierige Kinder hört das Lernen ja nicht bei C auf. Sie wollen auhc die anderen Buchstaben kennenlernen.
Eigentlich ist es ein Wunder, daß noch niemand vor Rotraut Susanne Berner auf die Idee gekommen ist, das berühmte Lied von der Katze im Schnee weiterzuerzählen. Es ist ihr auf ihre bekannte, souveräne und lustige Art perfekt gelungen.
In Dreierschritten geht sie mit lockeren Reimen und schönen Bildern das Alphabet durch, lässt die Katze allerhand erleben und durch die Welt reisen, die Katze trifft viele andere Tiere bis sie geht bei Z ins Bett.
"ABC-... – weiterlesen (Rezension vom 30. Juli 2011) |
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Ronald D. Gerste: Abraham Lincoln |
| Zum 200. Mal jährt sich im Februar 2009 der Geburtstag des Mannes, den die Amerikaner - nach Meinungsumfragen - als ihren größten Präsidenten betrachten. Außerdem wurde im Januar 2009 mit Obama der Mann in Washington vereidigt, der erklärtermaßen in Abraham Lincoln sein großes Vorbild sieht. Der unter ärmlichen Verhältnissen aufgewachsene Abraham Lincoln wurde im Jahre 1860 zum Präsidenten der USA gewählt. Zu jener Zeit herrschte im Süden der USA Sklaverei. Dies lag vor allem an der dort verbreiteten Plantagenwirtschaft. Bis 1860 stieg ihre Zahl auf über ein Drittel der südlichen Gesamtbevölkerung an. Die meisten Sklaven waren als Landarbeiter tätig, davon der größte Teil in der Baumwollindustrie, dessen Exporte unter anderem nach Europa, etwa nach Großbritannien, ausgeführt wurden. Um 1800... – weiterlesen (Rezension vom 31. Januar 2009) |
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Rolf Toyka: Achtung, Baustelle Bauernhof! |
| Ihr 2009 erschienenes Buch "Achtung, fertig Baustelle!", das für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010 nominiert wurde und nun schon in der vierten Auflage erfolgreich verkauft wird, haben Rolf Toyka und Heike Ossenkop nach dem gleichen Muster geschrieben wie ihr neues Buch. Ging es damals darum, auf dem engen Platz einer ehemaligen Tankstelle mitten in der Stadt ein neues Wohnhaus für eine Familie zu bauen, das sich gut und sinnvoll in das Straßenbild und in die Front der Nachbarhäuser einfügt, müssen bei dem Bauprojekt des neuen Buches vor allem die Denkmalvorschriften beachtet werden.
Die Eltern von Maxi haben einen alten und nicht mehr genutzten Bauernhof gekauft und wollen ihn zu einem Ferien- und Reiterhof umbauen. Dort, wo früher die Kühe gestanden haben, sollen nun Pferde... – weiterlesen (Rezension vom 10. August 2012) |
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Astrid Rosenfeld: Adams Erbe |
| Dieses Romandebüt der 1977 in Köln geborenen Astrid Rosenfeld ist ein ganz außergewöhnliches Buch. Es erzählt die Geschichte von Edward Cohen. Nach einer sehr aufregenden und ungewöhnlichen Kindheit, die ihn von einem unsicheren Wohnort zum anderen brachte, hat er es im Jahr 2004 endlich zum Besitzer einer angesehenen Modeboutique in Berlin gebracht.
Seit früher Kindheit hat Edward immer wieder gehört, vor allem von seiner Großmutter, die noch in ihrer alten jüdischen Tradition lebt, dass er seinem Großonkel Adam wie aufs Haar gleiche. Dieser Onkel wird als das schwarze Schaf in der Familie gehandelt, weil ihm vorgeworfen wird, während des Dritten Reiches mit dem für die Flucht einiger Familienmitglieder vorgesehenen Geld und Schmuck sich aus dem Staub gemacht zu haben. Edward hat diesen... – weiterlesen (Rezension vom 03. Oktober 2011) |
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Petra Halbig: ADHS - Danke für die Gabe |
| Seinen Weg machen trotz, mit und gerade wegen ADHS!
AD(H)S ist mittlerweile durchweg bekannt und vielfach im Gespräch. Nachdem deutlich wurde, dass nicht nur klassische "Zappelphillipe" in den Bereich dieser genetisch bedingten Krankheit fallen, sondern vielfache Formen der AD(H)S Befindlichkeit sich in wesentlich weniger auffälligen Formen zeigen, ist ebenfalls deutlich geworden, dass ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) und ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivität-Syndrom) weit verbreitet vorliegen.
Petra Halbig (ADS-Coach und Gründerin der ADS-Lernwerkstatt) legt mit ihrem Buch eine umfassende Hilfe für die "AD(H)S - Praxis" vor. Hierbei bietet sie aus ihrer langjährigen Erfahrung heraus nicht nur betroffenen Familien oder dem beteiligten Umfeld praxisnahe... – weiterlesen (Rezension vom 17. Mai 2010) |
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George Mann: Affinity Bridge |
| Der Ermittler Sir Maurice Newbury und seine schlagfertige Assistentin Veronica Hobbes stehen im Mittelpunkt der ungewöhnlichen Steampunkerzählung. Wir befinden uns im London des Jahres 1901. Es handelt sich hier, wie bei jeder anderen Steampunkerzählung auch, um eine Parallelweltgeschichte. Queen Victoria, halb Mensch und halb Maschine, also das Gegenstück zu modernen Cyborgs, regiert ein industrialisiertes Empire, in dem Luftschiffe am Himmel kreisen, während Dampfloks auf ihren Schienen durchs Land rollen und ihr Pedant auf den Wogen der Meere ebendiese für das Wohl und Wehe des Empires unterwegs sind. Hier ist Sir Maurice Newbury, Sonderermittler im Namen der Krone, meist von der Königin selbst beauftragt, zuhause. Im Namen der Krone muss er sich immer wieder mit revolutionären magischen... – weiterlesen (Rezension vom 22. März 2013) |
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Ralph Steyer: AJAX mit PHP |
| Web 2.0 - so lautet das aktuelle Schlagwort der Webdeveloper. Mit AJAX, kurz für Asynchronous JavaScript and XML, sollen Webseiten noch dynamischer werden und besser auf Benutzereingaben reagieren können. Wie das letztendlich in der Umsetzung funktioniert, erklärt Ralph Steyer in seinem AJAX-Buch, das im Frühjahr 2006 erschienen ist. Sehr beruhigend: Er legt nicht direkt los und bombadiert den Leser mit hochkompliziertem Code, sondern erklärt ganz langsam, wie der Einstieg gelingt. Dabei greift Steyer nicht auf fertige Frameworks zurück, stattdessen beginnt er von Grund auf mit einer eigenen Lösung, die im Laufe des Buchs entwickelt wird. Und diese kann dann eigentlich nur noch funktionieren: Steyer weist zum Beispiel sehr deutlich auf die Javascript-Umsetzungen in den verschiedenen Browsern... – weiterlesen (Rezension vom 04. August 2006) |
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Roland Schreyer (Biografie): Akte Kanal |
| Scharf bewacht, technisch sehr gut ausgebaut, quer durch Deutschland und um West-Berlin: Die deutsch-deutsche Grenze. Sie teilte die deutschen Staaten 28 Jahre. Mörderisch diente sie, die Flucht der eigenen Bürger zu verhindern, um so die Macht der Funktionäre im Staat aufrecht zu sichern.
Das zweite D in DDR zu einer hohlen Phrase verkommen, war in der DDR die Lage alles andere als demokratisch. Die Propaganda redete das Leben schön: der mörderische Grenzstreifen wurde zur "Friedensgrenze" stilisiert, eine grotesk perverse Situation, die die wahre Lage im Arbeiter- und Bauernstaat auf den Kopf stellte.
Um eine Verklärung der Geschichte zu verhindern, ist dieses Buch sehr wertvoll. Es zeigt die Probleme der damaligen Zeit auf und das was die Menschen bewegte. Es legt die Probleme... – weiterlesen (Rezension vom 12. Juni 2011) |
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