Zufallsrezension
Hätte ich doch... Von den Sterbenden lernen, was im Leben wirklich zählt von Doris Tropper
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Daniel Glattauer: Theo. Antworten aus dem Kinderzimmer |
| Als der mittlerweile zum Erfolgsautor gewordene Daniel Glattauer im Oktober 1994 seinen Neffen Theo kennenlernte, war Glattauer dem Literaturbetrieb noch völlig unbekannt. Glattauer war von dem Baby fasziniert und fasste den Entschluss, Theos Leben festzuhalten und über jedes Lebensjahr von Theo eine Geschichte zu schreiben. Ob er damals schon mit dem Gedanken spielte, diese Geschichten dereinst, wenn Theo groß geworden wäre, zu veröffentlichen, wissen wir nicht. Nun aber, da Theo 14 Jahre alt geworden ist, hat er es getan und herausgekommen ist ein ganz köstliches Buch, das einem das Herz aufgehen lässt, die Erinnerung wach werden lässt an die Zeit, in der die eigenen Kinder noch klein waren oder gar die eigene Kindheit wieder auferstehen lässt. Das Buch hat zwei Teile. In der ersten Hälfte... – weiterlesen (Rezension vom 18. Januar 2012) |
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J. Courtney Sullivan: Sommer in Maine |
| Dieser Roman der amerikanischen Autorin J. Courtney Sullivan ist eine sich über 500 Seiten hinziehende, aber an keiner einzigen Stelle langweilig werdende Geschichte der Frauen der Familie Kellehers. Das Oberhaupt der Familie ist die 83- jährige Alice. Seit fast 60 Jahren schon lädt sie die Familienmitglieder in ein Sommerhaus in Maine ein, das damals auf einem durch eine Wette gewonnenen Grundstück gebaut wurde. In diesem Jahr haben sich ausschließlich Frauen angekündigt: Alice' Tochter Kathleen, ihre Enkelin Maggie und ihre Schwiegertochter Ann Marie. Alle wollen sie sich dort nach ihrer Fasson erholen und Ferien machen. Doch obwohl sie zu einer Familie gehören, haben die vier Frauen wenig gemeinsam. Das stellen sie in auch bald fest in einer meisterhaft erzählten Geschichte, die genau einen... – weiterlesen (Rezension vom 19. Juni 2013) |
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Vladimir Vertlib: Schimons Schweigen |
| Wie viele andere Schriftsteller jüdischer Herkunft kreist auch der 1966 in Leningrad geborene und 1971 mit seinen Eltern nach Israel ausgewanderte österreichische Schriftsteller Vladimr Vertlib in seinen Büchern um die Themen der jüdischen Identität und der Erfahrung von immerwährenden Zwischenstationen eines Exils, das kein Ende nehmen will. "Zwischenstationen" war auch der Titel eines seiner ersten Bücher, mit dem er 1999 einem größeren Publikum auch außerhalb Österreichs bekannt wurde und in dem er seine verschiedenen Aufenthaltsorte in verschiedenen Ländern der Welt beschreibt. Denn die Familie Vertlibs verließ Israel schon bald wieder, und nach vielen Stationen und einem erneuten fehlgeschlagenen Versuch, in Israel Fuß zu fassen, landete sie Anfang der achtziger Jahre in Wien.... – weiterlesen (Rezension vom 08. März 2012) |
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Peter Goldsworthy: Maestro |
| Wir schreiben das Jahr 1967. Paul Crabbe lebt mit seinen Eltern in Darwin im äußersten Norden Australiens. Eines Tages bringt Pauls Mutter den Jungen zu einem alten Klavierlehrer namens Eduard Keller, der seit langer Zeit in der Stadt wohnt und in seiner kleinen Wohnung Kindern und manches Mal auch Erwachsenen Klavier -und Musikunterricht gibt. Sie möchte, daß Keller Paul unterrichtet und ist auch mit seinen eher ungewöhnlichen Unterrichtsmethoden einverstanden und verteidigt sie gegenüber ihrem Mann, als sie ihm davon berichtet und der eher ablehnend reagiert. Paul ist fünfzehn Jahre alt und brennt darauf zu spielen, sein Klavierspiel zu verbessern und ein Großer zu werden, doch Eduard Keller verbringt Stunden damit, Paul die nach seiner Meinung für die Musik essentiellen Grundlagen beizubringen,... – weiterlesen (Rezension vom 10. Mai 2013) |
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Rene Freund: Liebe unter Fischen |
| Dieser neue Roman von Rene Freund ist tatsächlich die "herrlich komische Liebesgeschichte" als die sie beworben wird. Den auch im Cover ablesbaren Vergleich mit Daniel Glattauers "Gut gegen Nordwind" hat das Buch allerdings nicht nötig, denn es lebt aus sich selbst. Es ist im Übrigen in der letzten Zeit eine Unsitte, neue Bücher mit dem Hinweis auf andere Bestseller zu bewerben, so nach dem Motto, wer das Buch XY liebte, dem wird auch dieses gefallen.
Wie auch immer, die Hauptperson des Romans, der Lyriker Fred Firneis, möchte sicher nicht mit irgendjemand anders verglichen werden. Einen Lyrikband nach dem anderen hat er seiner Verlegerin abgeliefert, einer erfolgreicher als der andere. Wir bekommen zwar kein einziges Beispiel seiner sich sensationell gut verkaufenden... – weiterlesen (Rezension vom 01. März 2013) |
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Iain Levinson: Hoffnung ist Gift |
| Ein wahrer Fall hat den in den USA lebenden schottischen Schriftsteller Iain Levinson zu einem Buch inspiriert, das nicht nur spannend geschrieben ist, sondern seinen Leser packt von der ersten Seite bis zum Ende. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass er seinen Protagonisten selbst erzählen lässt. Das gibt dem Buch eine Authentizität und Dichte, die fesselt und stellenweise regelrecht unter die Haut geht. Denn das, was da dem Taxifahrer Jeff Sutton geschieht, könnte auf die eine oder andere Weise jedem von uns passieren. Ohne irgendetwas getan zu haben, gerät er in die Mühle der Justiz und landet im Gefängnis.
Als Jeff Sutton, der seit Ewigkeiten Taxi fährt, eines Tages am Flughafen eine Frau als Fahrgast aufnimmt, um sie nach Hause zu fahren, wittert er einen guten Auftrag, und ahnt... – weiterlesen (Rezension vom 17. September 2012) |
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Julya Rabinowich: Herznovelle |
| Die kleine Novelle, deren in kurze Absätze gefasste Abschnitte immer wieder mit Gedichten aufgelockert werden, erzählt die Geschichte eine Frau. Ohne einen eigenen Namen zu besitzen, erzählt sie in der Ich-Form. Zunächst von ihrem doch sehr gefühllosen Verhältnis zu ihrem Mann Bernhard, der sie eines Tages zu einer wohl schon länger geplanten Herzoperation ins Krankenhaus bringt. In einer Situation, in der die beiden Beistand und Trost bräuchten in ihrer jeweiligen Angst vor dem Eingriff, begegnen sie sich wie Schlafwandler, haben sich nichts zu sagen. Ob dieses trostlose Schweigen schon länger andauert, wissen wir nicht, doch wir vermuten, dass es erheblich dazu beiträgt, dass sich die Frau in den Chirurg, der sie operiert, der ihr "Herz berührt", verliebt. Obwohl dieser Arzt ihr... – weiterlesen (Rezension vom 24. November 2011) |
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Daniel Glattauer: Ewig Dein |
| Mit seinen beiden E-Mail Romanen "Gut gegen Nordwind" und "Alle sieben Wellen" erreichte der Schriftsteller Daniel Glattauer jeweils ein Millionenpublikum und setzte in der Sparte Liebesroman ganz neue Akzente, jenseits vom üblichen Kitsch. Wenn man den Titel seines neuen Romans "Ewig Dein" liest, dann weiß man, es geht sicher weiter mit dem Thema Liebe und Beziehung. Er erinnert ein wenig an die Bücher von Nicholas Sparks und so geht man gespannt in die ersten Seiten. Keine Emails dieses Mal, sondern die Geschichte einer Frau. Judith, Besitzerin eines kleinen von ihrem verstorbenen Vater ererbten Lampengeschäfts ist Mitte dreißig und trotz etlicher Beziehungen, die sie hatte, immer noch Single. Ähnlich wie so viele andere genießt sie diesen freien und selbstbestimmten... – weiterlesen (Rezension vom 10. Februar 2012) |
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Michaela Moser, Martin Schenk: Es reicht! Für alle! |
| Unter dem Titel "Es reicht" hat der Schriftsteller Richard Wagner 2008 eine Streitschrift vorgelegt gegen "den Ausverkauf unsere Werte", ein Buch, von dem der streitbare Geist Henryk M. Broder sagte: "Solche Sätze von radikaler Klarheit und Einfachheit sind selten geworden in einer Debattenkultur von Intellektuellen, die sich wie Sozialarbeiter gerieren, deren Fürsorge mehr den gedemütigten Tätern als den Opfern einer Untat gilt".
Für die beiden Autoren des vorliegenden Buches unter dem gleichen Titel gilt dieses Verdikt sicher nicht, obwohl sie sich einer Bevölkerungsschicht annehmen, die nicht selten den Opferstatus erhält und immer wieder zum Zankapfel zwischen Politik, Gewerkschaften Kirchen und Sozialverbänden geworden ist. Die Rede ist von den Armen in... – weiterlesen (Rezension vom 03. September 2011) |
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Peter Goldsworthy: Ernster als die Liebe |
| Von seinem ersten 2007 hier in Deutschland veröffentlichten Roman "Maestro", ein sensibles, außergewöhnlich gutes Buch über das Schicksal jüdischer Musiker in Wien vor und während des 2. Weltkrieges war ich begeistert. Dort gelang es ihm, auf eine bewegende und sehr poetische Weise, einen tragischen Teil der Geschichte der Alten Welt mit der Geschichte der Neuen Welt zu verbinden.
2009 folgt der Roman "Nacht für drei Hunde". In diesem spannenden, dichten und packenden Buch ging es um eine verwickelte Beziehungsgeschichte zwischen drei Menschen auf dem Hintergrund genuin australischer Zusammenhänge, und es wurden dabei allerdings, die ganze Tiefe menschlicher Gefühle ausgelotet. Da ging es immer wieder um Eifersucht und Liebe, den Widerstreit zwischen Empathie und Egoismus... – weiterlesen (Rezension vom 23. November 2011) |
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Julya Rabinowich: Die Erdfresserin |
| Julya Rabinowich, 1970 in St. Petersburg geboren und 1977 mit ihrer Familie nach Wien geflüchtet, wurde dort schon mit ihrem Debüt "Spaltkopf" von der Kritik gefeiert und mit Preisen überhäuft. Auch ihr zweites Buch "Herznovelle", einer immer wieder von Traumsequenzen und lyrischen Passagen unterbrochenen Erzählung, die nicht anderes tut, als in dramatischen Worten die große Sehnsucht zu formulieren nach einem glücklichen und sinnvollen Leben vor dem Tod, wurde sehr gelobt, auch wenn es etliche eher abfällige Kritiken gab, die die Novelle mit einem literarisch etwas höherwertigen Arztroman verglichen haben. Diesen Kritikern antwortet sie an einer Stelle in ihrem neuen hier vorliegenden Roman "Die Erdfresserin", der die Geschichte einer jungen, sehr gebildeten Frau... – weiterlesen (Rezension vom 18. Januar 2013) |
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11 Rezensionen gefunden
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