Liste der Bücher
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Bartholomäus Grill: Ach, Afrika. Berichte aus dem Inneren eines Kontinents |
| Seit fast zwanzig Jahren berichtet der 1954 geborene Bartholomäus Grill für verschiedene Tageszeitungen in Deutschland aus Afrika. Hauptsächlich den Lesern der ZEIT ist er mit fast wöchentlichen Berichten, Kommentaren und Einschätzungen seit langem ein Begriff. Seine Artikel und Aufsätze zeigen den Kontinent Afrika, seine Geschichte, seine Kulturen und seine aktuellen, oft historisch geprägten Konflikte von einer anderen Seite. Sein Blickwinkel ist der jenseits des Vorurteils und Ressentiments, die mit Einschätzungen über Afrika als "verlorenen Kontinent" schnell bei der Hand sind.
Afrika ist ein großer Kontinent voller Widersprüche. Ein Erdteil, der Menschen, die ihn kennen und lieben, so wie Grill, in ein Wechselbad der Gefühle stürzt, immer wieder. Es ist ein Erdteil, der fasziniert... – weiterlesen (Rezension vom 17. September 2012) |
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Thomas Frank: Arme Milliardäre. Der grosse Bluff oder Wie die amerikanische Rechte aus der Krise Kapital schlägt |
| Immer wieder um die Präsidentschaftswahlkämpfe in den USA erwacht auch in Europa und in Deutschland für zumindest kurze Zeit das Interesse an einem etwas vertieften Verständnis der amerikanischen Politik und ihrer Grundlagen. Vor vier Jahren war es die Hype um den ersten schwarzen Präsidenten, an den sich überall auf der Welt Hoffnungen knüpften, die schon damals jeder als übertrieben erkennen konnte, und die dann ja auch sich bald zerschlugen. Weder hat Obama Guantanamo geschlossen, noch hat er mit dem Kriegführen aufgehört.
Was ihm innenpolitisch das Leben schwer gemacht hat und was ihn in diesem Jahr vermutlich die zweite Präsidentschaft kosten wird, ist ein Sammelsurium von rechten Gruppierungen innerhalb der republikanischen Partei und noch weit rechts von ihr, die in einer beispiellosen... – weiterlesen (Rezension vom 16. September 2012) |
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Gertrud Höhler: Die Patin |
| An Zolas "Ich klage an" fühlte ich mich erinnert, als ich dieses Buch über Angela Merkel las. Die Quintessenz dieses Buches ist nicht neu: Angela Merkel hat keinerlei Visionen oder Überzeugungen, sie hat lediglich ein Ziel: Machteroberung und Machterhalt für sich selber. Frau Merkel habe für sich entschieden, nie mehr zu den Opfern zu gehören, als die sie sich in der DDR gefühlt habe, obwohl sie nie den Wunsch nach Freiheit verspürt habe - wie ihr großer Antipode Gauck, sondern sich geschickt mit dem System arrangiert habe. Es habe noch nie eine Kanzlerin gegeben - so Frau Höhler in Anlehnung an Spiegel Essays "Im Zweifel links" von Freitag-Chefredakteur Jakob Augstein - die ihr gesamtes politisches Handeln dem Ziel des eigenen persönlichen Machterhaltes geopfert habe.
... – weiterlesen (Rezension vom 07. September 2012) |
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Oskar Negt: Gesellschaftsentwurf Europa |
| Eine Lücke will er füllen mit seinem neuen Text zu Europa, sagt der Philosoph Oskar Negt, eine Lücke, die ihm schon lange ein Ärgernis gewesen sei: "Wie schon die Wiedervereinigung der staatlichern Nachkriegsfragmente aus der ‚Portokasse’ bezahlt werden sollte, was sich schnell als fataler Irrtum herausstellte, so gerät jetzt ein viel größeres Vereinigungsprojekt in Verruf, weil im verengten Horizont der mit diesem epochalen Projekt Beschäftigten die Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Menschen in den einzelnen Ländern nicht vorkommen... die nationalen Eigentümlichkeiten und der kulturelle Eigensinn der einzelnen Länder haben harte Prägungen hinterlassen, die durch Geld und institutionelle Vereinbarungen nur schwer aufzubrechen sind." Ohne eine soziale Bewusstseinsbildung, so Negt,... – weiterlesen (Rezension vom 27. Mai 2012) |
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Josef Braml: Der amerikanische Patient |
| Es ist ein Buch über die aktuelle wirtschaftliche und politische Situation der USA, das der ausgewiesene USA- Experte und Politikberater Josef Braml hier mit großer Detailkenntnis und Akribie geschrieben vorlegt. Doch es richtet sich hauptsächlich an die politisch Verantwortlichen in Europa. Denn die wirtschaftliche Misere in den USA, geprägt durch eine extrem hohe Staatsverschuldung und die schlimmste Rezession seit den 30 er Jahren des 20. Jahrhunderts, wird Folgen haben. Die amerikanische Politik wird die hohe Arbeitslosigkeit im Land, die Krise ihrer Automobilindustrie, den auch nach der Lehman Pleite immer noch leidenden Immobilenmarkt, die hohe soziale Ungleichheit und Armut, die sogar den Wahlkampf der Republikaner zu bestimmen beginnt und ihre nach wie vor starke Energieabhängigkeit... – weiterlesen (Rezension vom 22. April 2012) |
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Heiner Geißler: Sapere aude! |
| "Wage zu denken" war der Leitspruch des deutschen Philosophen Immanuel Kant, mit dem er 1784 für die Aufklärung warb. Aufbrechen sollten die Menschen aus ihrer Unmündigkeit und Hörigkeit gegenüber den Obrigkeiten des Absolutismus.
Heute, so Heiner Geißler in seinem neuen Buch, leiden die Menschen unter einem neuen Absolutismus, dem der Ökonomie und dem religiösen Fundamentalismus des Islam und der katholischen Kirche. Und sie verhalten sich ähnlich unmündig diesen Tendenzen gegenüber. Doch nicht mehr alle Bürger lassen sich diese alles überwuchernden Herrschaft des Kapitalismus gefallen, der fortschreitend die Natur und den Menschen ausbeutet und mit seiner Gesundheit und seinen Lebensgrundlagen und vor allen Dingen denen seiner Nachkommen Raubbau betreibt. Langsam erkennen immer... – weiterlesen (Rezension vom 22. April 2012) |
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David Graeber: Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus |
| Der 1961 geborene und seit einem Rauswurf in Yale nun in London lehrenden Ethnologe David Graeber ist der "Mann der Stunde" (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung). Vor allem durch seine politischen Bücher und sein Engagement bei "Occupy" wurde der bekennende Anarchist schnell einem großen Publikum auch außerhalb der Bewegung bekannt. Immer wieder benennt und formuliert er auch in den in diesem Band versammelten bisher verstreuten Essays "Alternativen zum herrschenden System". Denn "noch immer weigern sich Kapitalisten kollektiv, auch nur die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, ihre Grundannahmen über die Welt zu hinterfragen. Dies könnte nicht nur den Tod des Kapitalismus zur Folge haben, sondern praktisch die ganze Welt zerstören. Somit bleibt uns nichts... – weiterlesen (Rezension vom 09. April 2012) |
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Dana Giesecke, Harald Welzer: Das Menschenmögliche |
| Über viele Jahrzehnte hat sich in Deutschland eine Erinnerungskultur etabliert, die auch nach der Wiedervereinigung 1990 erst einmal stabil blieb. Das formalisierte und extrem ritualisierte Gedenken an den Nationalsozialismus und den Holocaust wurde zum ersten Mal mit großen Medienecho in Frage gestellt von Martin Walser, als er bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1998 folgendes sagte:
"Wenn mir aber jeden Tag in den Medien diese Vergangenheit vorgehalten wird, merke ich, dass sich in mir etwas gegen diese Dauerpräsentation unserer Schande wehrt. Anstatt dankbar zu sein für die unaufhörliche Präsentation unserer Schande, fange ich an wegzuschauen. Ich möchte verstehen, warum in diesem Jahrzehnt die Vergangenheit präsentiert wird wie nie zuvor. Wenn ich merke,... – weiterlesen (Rezension vom 25. März 2012) |
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Rainer Hank: Die Pleite-Republik |
| Seit fast zwei Jahrzehnten ist der Wirtschaftsjournalist der FAZ und FAS Rainer Hank nicht nur für seine regelmäßigen unabhängigen und klugen Kommentare zum aktuellen Wirtschaftsgeschehen den Lesern dieser Zeitungen bekannt und vertraut geworden, sondern in dieser Zeit legt er immer wieder interessante und wegweisende Bücher vor, die jeweils weit ihrer Zeit voraus sind. Ich erinnere mich etwa noch gut an das bei Eichborn 1995 erschienene Buch "Arbeit. Die Religion des 20. Jahrhunderts" und das 2004 erschienene Buch "Das Ende der Gleichheit". In seinem letzten Buch "Der amerikanische Virus" erklärte er, auch dem Laien verständlich, die Ursachen und die Wirkmechanismen der Krise. Gegen den übereinstimmenden Konsens aller am Diskurs Beteiligten, dass es die Gier der... – weiterlesen (Rezension vom 19. März 2012) |
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Astrid Bötticher: Extremismus |
| Wissenschaftliche Einführung in den Bereich des Extremismus
Als Lehr- und Studienbuch und auf dem Hintergrund eines theoretisch-methodischen Erkenntnisinteresses ist dieses Buch eindeutig dem wissenschaftlich-forschendem Bereich zuzuordnen. Bötticher und Mares stellen Theorien, Konzepte und Formen des politischen Extremismus dar, welche für das Studium der Politikwissenschaften und der weiterführenden Diskussion des Themas übersichtlich und nachvollziehbar im Buch dargestellt werden. Folgerichtig beschäftigt sich der erste Teil des Buches mit der wissenschaftlichen Methodik des Forschungsfeldes und richtet seinen Blick auf die verschiedenen, gängigen Zugangsweisen zum Thema, stellt somit die verschiedenen "Schulen der Extremismusforschung" dar.
Den inhaltlich darstellende Schwerpunkt... – weiterlesen (Rezension vom 27. Februar 2012) |
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